Automatikuhren

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Die mechanische Armbanduhr als Automatikuhr

Automatikuhren sind Uhren, die im eigentlichen Sinne zu den mechanischen Uhren gehören, wobei aber die Notwendigkeit des Aufziehens der Feder durch den Träger nicht mehr besteht. Als Energiequelle der Automaticuhr genügt ein Rotor, der angetrieben durch eine Feder bei jeder Armbewegung in Schwung gesetzt wird. Früher versah man Automatikarmbanduhren mit einer Pendelschwungmasse, auch Hammerautomatik genannt, die anstelle des Rotors eingesetzt wurde. Der meist kugelgelagerte Rotor, bleibt wegen seiner Masseträgheit und der Schwerkraft im Raum bei Bewegungen des Armes stehen. Dies beeinflusst den Aufziehmechanismus in der Weise, das ein Drehmoment ausgeübt wird. Dabei wird die Feder aufgezogen. Erstaunlich ist, das dieses Prinzip selbst in der Schwerelosigkeit funktioniert. Weil der Rotor nur halbkreisförmig ausgebildet ist, genügt es für eine Drehung von 180 Grad. Für eine Überdehnung der Feder sorgt die sogenannte Rutschkupplung, wenn die Zugfeder bereits voll aufgezogen ist. Somit ist die Automatikuhr eine energiesparende Uhr, sie braucht keine Elektrizität um zu funktionieren. Automatikuhren sind in ihrer Handhabung sehr einfach und durch weil die Feder immer gleichmäßig gespannt ist, ist der Lauf der Uhr erheblich gleichmäßiger, als bei einer Uhr, die man mit Hand aufziehen muss. Damit gab es bei der Einführung der Automatikuhr große Fortschritte in der Gangabweichung. Die Gangabweichung ist die fallende oder steigende Abweichung der Uhrzeit, die angezeigt wird, innerhalb eines Tages.

Die Anfänge der Automatikuhren lassen sich bis in das 18. Jahrhundert zurückführen, obwohl sich damals diese Art der Uhr nicht durchsetzen konnte. John Harwood, britischer Uhrmacher, ist als eigentlicher Erfinder der Automatikarmbanduhr bekannt. Er entwickelte ca. 1914 die Idee dazu, welche aber erst 1923 in der Schweiz zum Patent angemeldet wurde. In den 50ziger Jahren wurden die ersten Automatikarmbanduhren in Deutschland gebaut, zum Beispiel von der namhaften Firma Junghans.